Adelebsen: Von den Anfängen bis in das Morgen
Entdecken Sie die Geschichte Adelebsens durch die Zeit. Mein nach Daten sortierter Kalender beleuchtet die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen, die Adelebsen geprägt haben. Tauchen Sie ein in die Vergangenheit und wagen einen Ausblick in die Zukunft.

Die ersten Jahrhunderte Adelebsens bis zum Ende des Mittelalter
10.08.990 - Erstmalige Nennung Adelebsens` in einer Schenkungsurkunde König Otto III an seine Schwester Sophia, der damals designierten Äbtissin des Reichsstiftes Gandersheim. Die Schenkung umfasste 6 Ortschaften im im damaligen "Leinegau", darunter Ethelleveshuson (das heutige Adelebsen) und Liudingeshuson (das heutige Lödingsen). Der Grund für die Schenkung an seine Schwester lag wohl in der hervorragenden Lage an dem Weg von der Königspfalz Grona bei Göttingen über Lenglern, Lödingsen entlang der Schwülme nach Adelebsen, weiter nach Sohlingen in Richtung Paderborn und Corvey. Die Erwähnung Adelebsens in der Urkunde weisst klar darauf hin das der Ort deutlich früher schon existiert haben muss. Die Endung des Ortsnamens (husen) weist auf eine Entstehung des Ortes in der ersten großen Besiedlungsperiode in den Jahren 500 -800 nach Christi Geburt hin. Die räumliche Ausdehnung Adelebsens um 990 wurde vermutet unterhalb des Burgfelsens und der St. Martini-Kirche in einem eiförmige Oval um die heutige Torstrasse, Obere Strasse und Untere Strasse.
1039 verstarb Sophia im Alter von 60 Jahren. Adelebsen selbst wurde im 11. - 13. Jahrhundert nicht mehr direkt urkundlich erwähnt, obwohl mehrere alte Adelfamilien nahe Adelebsen große Güter besaßen (Katlenburger, Northeimer, Winzenburger).
Seit 1111 war gegenüber auf der anderen Talseite das Adelsgeschlecht von Wibbecke begütert.
1132 wurden erstmals in einer hildesheimischen Urkunde
der Name Bodo von Wichbike (das heutige Wibbecke) genannt.
1233 wurde erstmalig von Graf Adolfs von Dassel-Nienover urkundlich die Burg von Adelebsen erwähnt. Die Herren von Wibbecke hatten sich in von Adelebsen umbenannt und die Kontrolle über die alten Handels- bzw. Heerstrasse des Königs übernommen. Einen Wider- oder Anspruch der alten umliegenden Adelsfamilien gab es offensichtlich nicht. Das war der Auslöser das sich Händler und Handwerker unter dem Schutz der Burg in Adelebsen ansiedelten. Die neuen Herren von Adelebsen sorgten dann schon im 13. Jahrhundert für die Pflasterung der alten Handelsstrasse wegen dem nassen Untergrund in derm Bereich des Ortes Adelebsen.
1262 wurde erstmalig ein Pfarrer in der St. Martins Kirche Adelebsen benannt.
Seit mit des 13. Jahrhunderts wurde dann der Bergfried der Burg Adelebsen erbaut. Ein komfortablerer Wohnbau "hus to Adelevessen" wurde 1329 erbaut.
Bis 1347 waren die "von Adelebsen" von der Landesherrschaft nicht beachtet worden. Am 23.05.1347 belehnte Herzog Ernst von Braunschweig die Brüder Bodo und Berthold von Adelebsen mit dem Gericht über Adelebsen und die umliegenden Dörfer Barterode, Güntersen, Eberhausen und die heutigen Wüstungen Bernhereshuseb und Thetingehusen.
Im 12. und 13 Jahrhundertgab es wegen der guten landwirtschaftlichen Nutzungsfläche einen erheblichen Bevölkerungszuwachs, der zum Aufbau von 17 ländlichen Siedlungen im Bereich Adelebsen bis 1350 führte.
1351 erreichte die Pest Adelebsen und mit dem abklingen der Seuche blieben nur noch sieben Ortschaften übrig - alles lag damit am Boden.
Am 01.11.1358 kauften die Herren von Adelebsen die Dörfer Lödingsen und Erbsen von den Herren von Uslar.
Um 1360 ernannten die Herren von Adelebsen aus eigener Machtfülle den Ort Adelebsen zum "Flecken", eine reichsübliche Bezeichnung für einen Ort mit besonderen Marktrechten. 1394 erfolgte dazu die urkundliche Bestätigung.
In der zweiten Hälfte des 14. und durch das gesamt 15. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl auf dem Land nur gering, die Anziehungskraft der durch die Pest entvölkerten Städte war zu groß.
1436 gehören dann die Bruchsmühle und die Stein- oder Stegemühle zum Ort Adelebsen.
1449 geben die Herren von Adelebsen aus Schutzgründen vor den Braunschweigischen Herzögen ihren gesamten Flächenbesitz an den Landgrafen Ludwig von Hessen als Lehen. Dafür garantierte der Landgraf den Herren von Adelebsen ihren Burgbesitz.
1490 wird erstmalig nahe Adelebsens ein Siechenhaus erwähnt.
1512 zerbrach diese Lehensvereinbarung und wurde durch ein gleichartiges Lehen des Herzog von Braunschweig mit zusätzlichen Gerichtbarkeitsrechten an die Herren von Adelebsen ersetzt.
1514 wurde zwischen den Herren von Adelebsen und den Einwohnern Adelebsens ein Übereinkommen getroffen eine Brau-Gilde zu errichten und damit einen wesentlichen Beitrag für eine gesicherte örtliche Ernährungsgrundlage zu sorgen. Diese Brau-Gilde hatte dann 1555 schon 20 Mitglieder.
1550 fasste die Reformation Fuß in Adelebsen, die kirchlichen Verhältnisse zwischen Katholen und Evangelen konnten nicht klar geklärt werden.
Am 29. September 1564 erfolgte diese Klärung durch die Herren von Adelebsen mit der Pfarre als Lehen an den evangelischen Prediger und Magister Jeremias Meyer.
Quellen:
1. Geschichte Adelebsens und Lödingsens, Verlag Goltze Göttingen ISBN 3-88452-760-6
2. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 1, Friedrich Voigt's Buchhandlung, Leipzig 1859, Seite 11. (Digitalisat)
3. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, ISSN 0435-2408
4. Erika Grafe-Nagel /Niedersächsisches Landesamt für Landesplanung und Statistik Reihe A1/Band 32 - Die Fleckensiedlungen um Göttingen

Die Zeit vom 30-jährigen Krieg bis zum Ende des zweiten Weltkrieges
Im Jahr 1500 Feststellung der Einwohneranzahl Adelebsen mit ca. 300 Einwohnern laut dem Abgaberegister der
Herren von Adelebsen.
im Jahr 1585 wurde die Einwohnerzahl Adelebsens anhand einer Mündener Musterungsrolle auf 300 - 350 Einwohner geschätzt.
im Jahr 1588 ordnete der Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel eine Untersuchung der kirchlichen Verhältnisse an.
Ende des 16. Jahrhunderts zogen die Herren von Adelebsen die gesamte Gerichtsbarkeit an sich. Sie setzten einen studierten Amtmann für die Rechtssprechung ein.
Im Jahr 1618, zu Beginn des 30-jährigen Krieges, erfolgte in Adelebsen eine Anhebung des Steuer- und Zinslasten zur Finanzierung der Kriegslasten. Zu dem kam es von 1616 - 1622 unter dem Herzog Friedrich von Braunschweig zu schweren Unregelmäßigkeiten in Verwaltung und Rechtspflege sowie zu umfangreichen Münzmanipulationen. Dadurch verschärfte sich die kriegsbedingte Geldentwertung und die Wirtschaft brach stark ein. 1638 wurde diesbezüglich eine Charakteristika des herzöglichen Hofes von Friedrich Ulrich erstellt. In dieser wurde der herr von Adelebsen als Rechtsverdreher und Gütererpresser bezeichnet.
1626 erfolgte die Teilzerstörung der Burg Adelebsens und die Brandschatzung des Ortes Adelebsen und der Ortschaft Erbsen durch die Truppen des kaiserlichen Feldherren Tilly. Die Zerstörung beider Orte wurde von einem Chronisten beschrieben mit den Worten "nicht ein Schweinekoben blieb stehen".
Zwischen 1630 und 164 sind keine Truppendurchzüge bekannt für die Umgebung bekannt.
1639 wurde durch den Herzog von Braunschweig der Steuerscheffelschatz erlassen. Dieser beteiligte die Adeligen direkt an den Kriegskosten.
1641 wurde Adelebsen dann erneut durch kaiserliche Truppen geplündert.
1646/1647 wurde die gesamte Umgebung einschließlich Adelebsen durch schwedische Truppen besetzt und geplündert.
1648 endete der 30-jährige Krieg durch den Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück.
1650 verschärfte Herzog Georg Wilhelm von Calenberg-Göttingen die seit 1584 unzureichend durchgesetzte Schulpflicht für alle Einwohner. Er formulierte eine Mindestbildung, die Kathechismuslehre.
1654 Erstellung eines Burg- und Ortbildes von Adeliebsen in der Merianischen Topographie.
Um 1660 herum soll der erste Jahrmarkt in Adelebsen statt gefunden haben.
1689 wurde die Steuergesetzgebung des herzogtums Braunschweig auf eine neue Basis gestellt: die Kopfsteuerbeschreibung. Sie bildete die wirtschaftliche Grundlage für einen wirtschaftlichen Wachstumskurs und einen Ausgleich der Einwohnerzahlverluste durch den 30-jährigen Krieg. Der Bevölkerungszuwachs erfolgte größtenteils aus mit Freibriefen ausgestatteten Juden.
1675 erfolgte der erste schriftliche Nachweis von Juden in Adelebsen.
1689 wohnten dann 7 Juden in Adelebsen - die Zahl stieg bis ins Jahr 1810 auf 107 Juden. Das waren knapp 10% der Bevölkerung und brachte Adelebsen in der Umgebung den Beinamen Klein-Jerusalem ein.
1693 erfolgte in der Lehensbeschreibung des Herzogs von Braunschweig erstmalig die Nennung des Eigenschaft Adelebsens als "Flecken". Diese Erhebung als bevorzugter Wirtschaftsstandort war sicherlich mit begründet durch die vielen Orte im Adelebser Gemeindegebiet die wüst geworden waren, wie Attenhusen, Arflexen, Dörnhagen, Reindshagen, Bockeln, Behrensen I und Grevelse. Die Wüstungen wurden nach damiligen Lehensrecht automatisch Adelebsen zugeschlagen.
1750 wurde urkundlich die erste Feuerspritze in Adelebsen erwähnt.
Von 1710 - 1740 war unter dem Generalmajor Otto Heinrich von Adelebsen ein Kavallerieregiment in Adelebsen und Umgebung stationiert. Die garantierte eine große Sicherheit für Adelebsen gegen räuberische Überfalle.Ab 1740 wurden die Burgmauern wegen der sich verändernden Militärtechnik geschliffen, breite Terrassen angelegt und die Burg zum herrschaftlichen Sitz in meheren Schritten umgebaut.
Während des siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) wurden im Flecken Adelebsen und den umliegenden Ortschaften schwere Zerstörungen durch französische Truppen angerichtet.
1790 wurde durch die Herren von Adelebsen einen Linnen-Legge angeordnet. Es gab bei der Leinenherstellung wohl große Qualitätsprobleme und so musste fortan das produzierte Leinen vor dem Verkauf gezeigt und begutachtet werden.
1793 wurden mehrere Juden aus Adelebsen wegen fehlender Schutzbriefe ausgewiesen.
1803 erfolgte die Besetzung des Kurfürstentums Hannover durch französische Truppen. Adelebsen kam unter französische Militärverwaltung.
1807 wurde Adelebsen in das Königreich Westphalen (König Jerome Bonaparte in der Hauptstadt Kassel) eingegliedert.
Ende 1807 erließ König Jerome eine Verfassung für sein Königreich unter dem Rechtsgrundsatz der "Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz" und der französische "Code Civil" auf Deutsch "Bürgerliches Gesetzbuch" trat in Kraft.. Es erfolgte die Übertragung der Adelebser Gerichtsrechte an die Gerichte im Gerichtssitz Göttingen. Zu dieser Zeit hatte Adelebsen 204 Häuser und 1240 Einwohner. Die Haupterwerbszweige waren Leinenweberei und Ackerbau.
Nach dem militarischen Zusammenbruch der französischen Armee nach der Vielvölkerschlacht von Leipzig 1813 wurde die politischen und rechtlichen Verhältnisse vor 1803 wieder hergestellt. Diese Zeit wird heute als "Restauration" bezeichnet.
1830 wurde das Gerichtswesen im Königreich Hannover zentralisiert.
Bei den Herren von Adelebsen blieb die niedrige Gerichtsbarkeit und zwar für die Orte Adelebsen, Adeliger Hof Adelebsen, Pfarrdorf Erbsen, Dorf Fehrlingsen, Dorf Wibbecke, Dorf Lödingsen, Pfarrgemeinde Barterode, Dorf Eberhausen und Dorf Güntersen. Zuständiger Gerichtsort für Adelebsen wurde das Kriminalgericht in Uslar. 1852 wurde auch die niedere Gerichtsbarkeit für Adelebsen aufgehoben und nach Uslar abgegeben.
1845 - 1847 herrschte eine starke Lebensmittelknappheit in Adelebsen. In der Folge wurde 1847 ein Armenverein ins Leben gerufen der täglich 90 Portionen Essen ausgab zur "Linderung der Noth".
Die Erschütterungen des Revolutionsjahres 1848 waren in Adelebsen relativ gering und konnten dank des geschicken Verhandelns von Friedrich von Adelebsen (Angebot der Amnestie und Ablösung des bisherigen Amtmannes friedlich begelegt werden.
1852 lebten 1470 Einwohner in 217 Häusern im Flecken Adelebsen. 1862 waren es nur noch 1140 Einwohner. Als Grund wurde damals die Abwanderung von Einwohnern in die größeren umliegenden Städte mit ihren besseren Sozialbedindungen benannt.
1855 wurde in Adelebsen ein jüdisches Frauenbad eingerichtet.
1866 wurde das Königreich Hannover durch eine militärische Niederlage gegen das Königreich Preussen aufgelöst und Adelebsen Preussen und dem Norddeutschen Bund zugeschlagen.
1867 hatte Adelebsen laut dem Gewerbesteuer-Notiz-Register 65 Handwerker der verschiedensten Gewerke, 34 Beschäftigte im Handel- und Verkehrsbereich und 3 Beschäftigte im öffentlichen Dienste (Bader, Apotheker und Schornsteinfeger)
1871 wurde das deutsche Kaiserreich nach dem Sieg im Krieg gegen Frankreich ausgerufen und alle deutschen Staaten wurden unter der Oberhoheit des Kaisertum zusammengefasst mit einheitlicher Verwaltung, Rechtsprechung und einem gesetzgebenden deutschen Reichstag.
1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr Adelebsen gegründet.
1906 wurde der evangelische Arbeiterverein zu Adelebsen gegründet.
1908 wurde der Bau der Eisenbahn Göttingen - Bodenfelde/Weser begonnen und die Fertigstellung der Strecke erfolgte mit der Inbetriebnahme am 15.08.1910. Die Anbindung an das Netz der Deutschen Reichsbahn sorgte für einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung in Adelebsen, da Holzprodukte und Basaltsteine schnell in alle teile des Deutschen Reiches verfrachtet werden konnten. 1908 begann deswegen auch der Bau einer Werksbahn für den Basalttransport von der Bramburg zum Adelebser Bahnhof, der 1910 noch ergänzt wurde durch den Bau einer Drahtseilbahn von der Grefenburg zum Bahnhof Adelebsen. Da der Arbeitskräftebedarf für diese infrastrukturmaßnahme für die Umgebung zu hoch war wurden Wanderarbeiter aus Russland, Polen, Ostgalizien und Italien nach Adelebsen geholt und arbeiteten hier. Auch in diesem Jahr wurde die Adelebser jüdische Schule mangels Kindern geschlossen.
1912 wurden die Sozialdemokraten erstmals stärkste politische Partei in Adelebsen. In diesem Jahr wurde auch das erste Gasnetz in Adelebsen in Betrieb genommen.
Die Planungen zur Elektrizitätsversorgung Adelebsens begannen kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahr 1914.
Am 01.08.1914 begann der erste Weltkrieg. In Adelebsen wurde auch mobilisiert mit überschwenglichen Feiern.
Durch den sich hinziehenden Krieg wurde die Versorgung der Bevölkerung Adelebsens zunehmend schwerer, die große landwirtschaftliche Basis Adelebsens verhinderte aber eine Hungersnot wie in vielen anderen Reichsteilen.
Am 09.11.1918 dankte der Deutsche Kaiser nach dem verlorenen ersten Weltkrieg ab und ging ins Exil nach Holland.
Anfang November 1918 bildete sich in Adelesen als ein Arbeiter- und Soldatenrat für die "Ortsregierung" der aber 1919 nach ersten freien Reichswahlen durch den gewählten Rat Adelebsens abgelöst wurde.
Nach der Hyperinflation des Jahres 1923 ging es wirtschaftlich mit Adelebsen wieder bergauf.
Im Sommer 1929 wurde dann als sichtbarer Ausdruck des gewchsenen Wohlstandes Adelebsens erstes Freibad eröffnet.
Soweit erstmal: Die mir für die Zeit der Weimarer Republik und des dritten Reiches vorliegenden Informationen für Adelebsen sind meines Erachtens sehr dürftig und ich muss mir erstmal Informationen bei den alten, örtlichen Institutionen versuchen zu holen (Stiftung Burg Adelebsen, Freiwillige Feuerwehr, Aufzeichnungen im Rathaus, Basaltwerk, Stromversorger Eletrizitäts-Aktiengesellschaft Mitteldeutschland und E-ON
Quellen:
1. Geschichte Adelebsens und Lödingsens, Verlag Goltze Göttingen ISBN 3-88452-760-6
2. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 1, Friedrich Voigt's Buchhandlung, Leipzig 1859, Seite 11. (Digitalisat)
3. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, ISSN 0435-2408
4. Erika Grafe-Nagel /Niedersächsisches Landesamt für Landesplanung und Statistik Reihe A1/Band 32 - Die Fleckensiedlungen um Göttingen

Adelebsen von 1945 bis in den zukünftigen Morgen
09./10. April 1945 wurde Adelebsen durch amerikanische Truppen eingenommen und verwaltet.
In den folgenden Jahren nahm die Bevölkerung von Adelebsen durch die vielen Heimatvertriebenen deutlich zu : 1939 hatte Adelebsen 1980 Einwohner, im Oktober 1945 schon 2835 Einwohner - vermutlich hatten sich viele Heimatvertriebene in Adelebsen angesiedelt.
Die 50-er und 60-er Jahre wurden in Adelebsen bestimmt durch den Bau vieler Siedlungshauser (z. B. Ostlandviertel) etc.
1960 wurde die Lorenbahn von der Bramburg zum Bahnhof Adelebsen stillgelegt und abgebaut.
Im Rahmen der Gebietsreform im Bundesland Niedersachsen wurde 1973 Adelebsen dem Landkreis Göttingen zugeordnet. Die umliegenden, selbstständigen Dörfer Lödingsen, Erbsen, Eberhausen, Wibbecke, Barterode und Güntersen wurden Adelebsen zugeordnet. Diese Dörfer bildeten zusammen mit Adelebsen die bis heute bestehende Fleckengemeinde Adelebsen.
Für die Zukunft möchte die französische Electricite de France um Güntersen und zwischen Adelebsen und Lödingsen zwei sehr große Solarfelder installieren. Darüber ist in der nächsten Legislatur des Gemeinderates (nach den Kommunalwahlen im September 2026) zu beraten und entscheiden.
Anfang 2027 soll der St. Bonifatiuskindergarten nach seinem größtenteils Neubau wieder in Betrieb gehen.
Wie Sie lesen, sind für diesen Zeitraum die mir vorliegenden Daten meines Erachtens sehr dürftig. Auch hier werde ich weiter nachforschen und die Ergebnisse Ihnen niederschreiben.
Quellen:
1. Geschichte Adelebsens und Lödingsens, Verlag Goltze Göttingen ISBN 3-88452-760-6
2. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 1, Friedrich Voigt's Buchhandlung, Leipzig 1859, Seite 11. (Digitalisat)
3. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972, ISSN 0435-2408
4. Erika Grafe-Nagel /Niedersächsisches Landesamt für Landesplanung und Statistik Reihe A1/Band 32 - Die Fleckensiedlungen um Göttingen
Die Geschichte Adelebsens zeigt klar und grundsätzlich:
"Begreife und ergreife die Möglichkeiten
und nutze sie zum Wohle der Menschen vor Ort"
Gerd im Netz 2026
Bilder aus der Geschichte Adelebsens
Entdecken Sie eine visuelle Reise durch die Jahrhunderte von Adelebsen. Diese Bildergalerie zeigt wichtige Ereignisse, Orte und Persönlichkeiten, die die Geschichte des Ortes geprägt haben.